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Ethik/Leitbilder

ETHIK-KODEX
„Ethik“, könnte man sagen, ist die Garantie dafür, dass ein Land, eine Nation, ein Unternehmen oder ein Individuum an Stärke, Power und Potential zunimmt – etwas was auf den ersten Blick nicht einsichtig ist. Aber man betrachte sich einmal offenen Auges die Gründe, warum Staaten untergegangen sind – und man wird immer auf den Faktor „Ethik“ stoßen, gegen den in sträflicher Weise verstoßen wurde. Ausdrücke wie „Ethik“ und „Integrität“ hören sich vergleichsweise idealistisch an, aber die Wahrheit und nichts als die Wahrheit ist, das es unter hartgesottenen Überlebens- und Gewinner-Gesichtspunkten absolut notwendig ist, solche Ethik-Codices für sich oder für sein eigenes Unternehmen zu formulieren. Als in den 90er Jahren Japan die einst übermächtige USA wirtschaftlich überholte, waren eine ganze Reihe von Gründen für den sagenhaften Aufstieg Japans verantwortlich. Einer der Gründe: Ethik-Codices. Der Matsushita-Weltkonzern etwa verpflichtete beispielsweise seine Mitarbeiter und sich selbst auf folgende Wertmaßstäbe:

  1. Dienst an der Nation
  2. Fairness
  3. Harmonie und Kooperation
  4. Kampf für Verbesserungen
  5. Höflichkeit und Demut
  6. Dankbarkeit

DER KERN DER SACHE
Ethik-Codices formulieren eine Vision, sie stellen die Unternehmens-Philosophie dar. Ein Ethik-Kodex ist Teil der Unternehmenskultur und von herausragender Bedeutung. Ein Kodex (lat. codex, wörtl. = Verzeichnis) ist eine Art freiwilliges Regularium, sprich eine Aufstellung von Regeln, die eine ideale Szene definieren. Sie schaffen einen intellektuellen, einen geistigen Überbau, an dem sich jeder Mitarbeiter orientieren und mit dem sich jeder identifizieren kann. Genau genommen sind Ethik-Codices für den Erfolg eines Unternehmens von ausschlaggebender Bedeutung. Der Grund? Die meisten Menschen wollen sich mit etwas Positivem identifizieren, sie wollen von Stolz beseelt sein, dem Stolz, zu etwas überragend Gutem zu gehören. Dann sind sie mit ganzem Herzen dabei, dann reißen sie sich, poetisch gesprochen, ein Bein aus – und engagieren sich wirklich für das eigene Unternehmen. Das allein widerlegt nebenbei bemerkt zahlreiche Negativ-Philosophien, die davon ausgehen, dass der Mensch im Grunde böse und schlecht sei. Nein, die Praxis beweist, dass die Mehrzahl der Menschen grundgut ist, auch wenn diese „Gutheit“ manchmal verschüttet und nicht so leicht sichtbar ist. Sorry Herr Schopenhauer, sorry Herr Machiavelli, sie hatten leider Unrecht! Natürlich muss ein Ethik-Kodex sehr exakt auf das spezielle Unternehmen zugeschnitten werden, damit er glaubwürdig ist. Wir formulierten beispielsweise einmal einen Ethik-Kodex für einen Spitzenverkäufer, der am Schluss so aussah:

ETHIK-KODEX FÜR VERKÄUFER / Beispiel

  1. Verkaufe nie etwas, von dem du nicht überzeugt bist, dass es überlebens-freundlich und gut für dich, deine Familie, deine Umgebung und dein Land ist.
  2. Verkaufe nie ein Produkt, das zu teuer ist.
  3. Verkaufe nie ein Produkt, das eine mindere Qualität besitzt.
  4. Verkaufe ein Produkt nur dann, wenn du klar erkennst, dass der Kunde einen Nutzen oder Vorteil davon hat.
  5. Stelle sicher, dass der Kunde vollkommen das Potential eines Produktes oder einer Dienstleistung versteht, so dass er genau das erhält, was du ihm versprochen hast.
  6. Nenne deinem Kunden ehrlich alle Plus-Punkte des Produktes oder der Dienstleistung. Verbirg keine Nachteile, wenn du von ihnen weißt.
  7. Halte deine Vereinbarungen ein. Sei zuverlässig.
  8. Behandele die Informationen deines Kunden vertraulich, ausgenommen der Kunde selbst wünscht, dass du darüber sprichst. Spreche niemals schlecht über deinen Kunden.
  9. Sei loyal gegenüber deinem Unternehmen.
  10. Vergiss nie, dass wirklich große, lang anhaltende Erfolge abhängen von deinem guten Ruf und deiner Ehre. Diese sind wichtiger als Geld. Der Ruf deines Unternehmens und der Ruf deines Kunden sind von gleicher Bedeutung wie dein eigener Ruf.

ETHIK-KODEX FÜR SCHRIFTSTELLER / Beispiel
Tatsächlich gibt es keine einzige Aktivität, für die man nicht einen Ethik-Kodex aufstellen könnte. Selbst für den Schriftsteller, der scheinbar im beziehungsfreien Raum schwebt, ist „Ethik“ wichtig, die freilich subjektiv definiert werden muss. Unser „Glaubensbekenntnis“ lautet deshalb wie folgt:

  1. Engagiere dich nie für Individuen oder Gruppen, die destruktive Ziele verfolgen. Verwende die Macht deiner Feder nie dazu, zerstörerische Absichten weitertragen zu helfen.
  2. Beuge dich nicht vor der Macht des Geldes. Deine Macht ist unendlich größer. Geld kann Körper kaufen. Ideen können von Seelen Besitz ergreifen.
  3. Erlaube es dir niemals zu schweigen, wenn du Unrecht siehst.
  4. Schreibe die Wahrheit. Die Wahrheit muss immer wieder neu zum Ausdruck gebracht werden.
  5. Du schreibst nicht für Verleger, Lektoren, Kritiker oder Autoritäten. Diene dem Publikum.
  6. Lass dir nie den Mund verbieten. Gestatte niemandem, deine Kommunikationen zu töten.
  7. Sprich jeden Tag mit Menschen. Kultiviere eine unendliche Neugierde.
  8. Demonstriere deine Grundsätze in der Praxis. Rede nicht nur, handle.
  9. Gestatte dir selbst nie, mindere Qualität zu produzieren. Arbeite ständig an der Vervollkommnung und Verbesserung des technischen/formalen und inhaltlichen/gehaltlichen Aspektes.
  10. Verweise auf Quellen, wenn du aus ihnen schöpfst. Zitiere exakt. Erweise deinen Inspirationen Referenz. Lass es dir angelegen sein, zu danken.

WIE MAN EINEN ETHIK-KODEX ERSTELLT
Es ist nicht damit getan, auf einen gerade abfahrenden Zug aufzuspringen, und beispielsweise rasch etwas für die „Umwelt“ zu tun, weil das gerade schick ist, oder auf das „Global Warming“ aufmerksam zu machen oder für die „SOS-Kinderdörfer“ zu spenden. Im Gegenteil! Jeder Ethik-Kodex, der nicht wirklich auf einer ehrlichen, honorigen Absicht beruht, wird durchschaut und ist ein Schuss, der nach hinten losgeht. Ein Ethik-Kodex sollte idealerweise etwas mit der Branche zu tun haben, in der man sich tummelt und hier hohe und höchste Maßstäbe setzen, ethische Maßstäbe, überlebensfreundliche Maßstäbe, die nicht unbedingt selbstverständlich sind. Hier kennt man die „Sünden“, und nur deshalb kann man sich überzeugend absetzen. Einige der größten Heiligen der Geschichte waren nebenbei bemerkt früher selbst Sünder, und sind deshalb sehr viel glaubwürdiger. Man erstellt einen Ethik-Kodex, indem man eine „ideale Szene“, wie man das nennen könnte, formuliert, die etwas mit dem eigenen unmittelbaren und mittelbaren Einflussbereich zu tun hat. Man formuliert ein höheres oder höchstes Niveau, das theoretisch sogar als Vorbild für andere Unternehmen der gleichen Branche dienen könnte. Man definiert weiter eine größere Verantwortungs-Sphäre als bisher.

DIE POWER EINES ETHIK-KODEXES
Es gilt also, Wertmaßstäbe zu setzen.
Ethik-Codices, gut ausformuliert, begeistern Menschen und Mitarbeiter. Sie gehören eingerahmt und an gut sichtbaren Stellen im Unternehmen aufgehängt. Die wahre Motivations-Power von Ethik-Codices ist wahrscheinlich bis heute nicht wirklich realisiert worden, denn angeblich kann man sie sich nicht leisten. Ein Unternehmen muss überleben, der Rubel muss rollen, alles andere ist scheinbar Unsinn. Nun, obwohl es ein fataler Fehler ist, nicht zu expandieren und nicht sehr gutes Geld zu verdienen – alles andere ist lebensfremd – ist es ein noch größerer Fehler, auf den Faktor „Ethik“ zu verzichten. Scheinbar ist „Ethik“ ein Luxus, aber bei genauerem Hinblicken erkennt man, dass nichts wichtiger für ein Unternehmen ist, denn es schweißt die Mannschaft zusammen, idealerweise zu einem echten Team. „Ethik“ gibt einen Grund an oder mehrere Gründe, warum etwas eine Existenzberechtigung besitzt. Denn warum sollte etwas Fortbestand haben, warum sollte man den Fortbestand eines Unternehmens auch nur wünschen, wenn man mit den Gründen für die Existenz eben dieses Unternehmens nicht übereinstimmt? Verzichten Sie also keinesfalls darauf, einen Ethik-Kodex für Ihr Unternehmen zu formulieren. Feilen und schmirgeln sie daran, bis wirklich jeder i-Punkt sitzt. Es handelt sich um ein sehr viel machtvolleres Werkzeug, als auf den ersten Blick ersichtlich ist. Es wird Ihre Mitarbeiter im Idealfall motivieren bis unter die Haarspitzen. Was ein solcher Kodex jedoch im Mindestfall leistet, ist das Gefühl der Mitarbeiter, zum „richtigen“ Team zu gehören und am rechten Platz zu sein.


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